Feedern oder nicht Feedern das ist hier die Frage

Das Feederfischen ist eine schöne und abwechslungsreiche Angeltechnik, um Friedfische insbesondere auch Karpfen zu überlisten. Diese Methode macht riesen Spaß und ist eine gute Alternative zur üblichen Grundangeltechnik oder das Karpfenangeln mit Boilie. Mit der Feedertechnik ist man viel effektiver und aktiver am Angeln und der Hakenköder liegt bereits am Futterplatz. Der besondere Reiz liegt darin, dass man beim Feederangeln nie genau erkennen kann, welcher Fisch gerade euren Köder aufgenommen hat. Sozusagen der Überraschungseffekt, den Ihr aber mit eurer Köderwahl etwas eingrenzen könnt. Natürlich gibt es beim Feedern viele Feinheiten und Theorien, jedoch möchte ich euch in diesem Bericht die Angeltechnik so einfach wie möglich erklären. Gerade die Feedertechnik ist eine von den Angeltechniken, die es Anfängern ermöglicht mit einfachsten Takle, schöne und auch schon mal größere Fische zu Fangen.

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Die Vorteile der Feedertechnik - Feedermethode

Zum Feederfischen eignet sich sogar eure Karpfenrute, jedoch verfügt sich nicht über die gleichen Eigenschaften wie eine spezielle Feederrute. Worin die genauen unterschiede dieser beiden Ruten liegen, erkläre ich euch in der Rubrik Tackle mit dem Bericht - Feederrute & Karpfenrute. Jedoch gibt es für die Karpfenruten immer wieder Neuheiten von den Tackle Herstellern, die es ermöglichen euer Grundblei gegen ein sozusagen Futtergrundblei auszutauschen. Diese Grundbleie kommen einem Futterkorb ziemlich nahe, und verfügen über die gleichen Eigenschaften. Kommen wir aber wieder zurück zum Karpfenangeln mit der Feederrute.

Ein Vorteil gegenüber dem Posen fischen liegt darin, dass ihr mit der Feedermethode viel größere Entfernungen erreicht als wie beim Posen Angeln. Gerade an windigen Tagen macht es keinen Spaß seine Posen auf dem Wasser zu suchen, hierbei ist die Feedertechnik geradezu ideal. Je nach Wetter Verhältnis, Strömung oder Entfernung könnt Ihr eure Rute mit dem nötigen Bleigewicht des jeweiligen Futterkorbes wählen und anpassen. In Seen und kleineren Flüssen reichen 10gr. bis 50gr. schwere Futterkörbe vollkommen aus. In starken Strömungen verwendet man sogar Futterkörbe bis 150gr. Eigengewicht. Achtet aber bitte immer darauf welches Wurfgewicht eure Feederrute hat, denn mit dem befüllen des Futterkorbes ändert sich stark das Eigengewicht des Futterkobes oder der Futterspirale.

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Auch wenn Ihr mit dem Auswerfen noch nicht so geübt seid, ist dies nicht tragisch, denn dank des angebrachten Futterkorbes liegt euer Futter immer genau neben dem Hakenköder. Durch das einwerfen der Feedermontage verteilt sich das Futter je nach Konsistenz schnell oder langsam am Gewässergrund, und lockt so die Fische in die Nähe eures Hakenköders. Einen Bissanzeiger benötigt Ihr für die Feedermethode nicht, den ersetzt die sensible Rutenspitze eurer Feederrute. Wenn der Fisch den Hakenköder aufnimmt und wegschwimmen will, hakt er sich selber durch das Gewicht vom Futterkorb. Dies macht sich dann durch ein starkes rucken oder ausschlagen an eurer Rutenspitze bemerkbar. Durch eine spezielle Feedermontage bemerkt der Fisch nicht das Gewicht von eurem Futterkorb, sondern der Biss wird direkt von der Hauptschnurr an die gespannte Rutenspitze übertragen. Bei dieser Montage solltet Ihr auch sofort den Anschlag setzen, damit der Fisch den Köder nicht wieder ausspucken kann.

Das Feeder Futter

Auch beim Feederfutter gibt es verschiedene Variationen wie zum Beispiel für stille und fließende Gewässer. Das Futter gibt es fertig im Angelladen zu kaufen oder Ihr stellt es einfach selber zusammen. Für die Zubereitung des Feederfutters stelle ich euch einige Rezepte unter der Rubrik Futter und Köder vor. Als Hakenköder könnt Ihr Hanf, Mais, Erbsen, Weizen, Ahornerbsen, Kürbiskerne, Maden und noch viele weiter Köder verwenden.

So Feederst du dir deinen Karpfen

Zum richtigen Feedern gibt es zahlreiche Varianten, Methoden und Montagen die angewendet werden können. Welche davon die richtige ist, hängt von dem Gewässer ab in dem Ihr angeln wollt. Gehen wir mal von einem stillen Gewässer aus, also einem See. Hierzu benutze ich eine Feederrute mit einer mittelharten Rutenspitze, einen Futterkorb von 20 gr. und eine beliebige Feedermontage. Nun fülle ich meinen Futterkorb mit dem selbst gemixten Feederfutter. Ich suche mir eine gewisse Stelle am gegenüberliegenden Ufer die ich mir leicht merken kann. Dies dient lediglich zur Orientierung für die Auswurfrichtung. Nun werfe ich mit einem beherzten Schwung aus und fixiere meine Hauptschnur in den Schnurklipp meiner Rolle. Nach kurzem Warten, bis das der Futterkorb den Gewässergrund erreicht hat, hole ich die Montage mit einem starken Ruck wieder ein, um somit den Futterkorb zu leeren. Das ganze wiederhole ich ca. 4- bis 6-mal um einen Futterplatz herzurichten. Jetzt ist es endlich soweit, ich fülle den Futterkorb und befestige 2 Mais Körner an meinen Haken und werfe aus. Achtet aber darauf, dass Ihr nun die Hauptschnur aus dem Schnurklipp der Rolle entfernt. Markiert euch die Stelle am besten mit einem wasserfesten Stift auf der Schnur. Spannt nun die Hauptschnur, so dass die Rutenspitze leicht in Richtung des Futterkorbes zeigt. Der erste Biss lässt bestimmt nicht lange auf sich warten. Das ist eigentlich schon das ganze Geheimnis der Feedertechnik.

Ich wünsche euch viel Spaß beim ausprobieren und fangt schöne Fische!

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