37er_Spiegler_julianEs war das 1. Wochenende an dem ich es zum Vereinssee schaffte. Das Wetter hätte mit konstanten 28 Grad und Sonne pur nicht schöner sein können. Aber wir sind mitten in der Laichzeit. Eine neue Stelle musste her, denn es war viel los am See. Ich entschied mich für eine vermeintlich gute Stelle in mitten des Sees. Hier sollte es also sein, die 1. Nacht und der 1. Karpfen. Alles ist aufgebaut. Die Sonne brüht immer noch unverändert vom Himmel, ohne Kappe kaum auszuhalten. Schnell noch eine Schicht Sonnencreme auf den schon verbrannten Rücken getan, dann ab aufs Boot. Doch die vermeintlich gute Stelle entpuppte sich als Albtraum. Keine markanten Stellen unter Wasser, keine Sand- oder Kiesbänke, nichts. Dann versagt auch noch das Echolot, na super! Die eine Rute lege ich ca. 140m weit auf eine Abbruchkante von 3 auf 6m. 2 Hände Murmeln hinterher und die nächste Rute raus. 20m vorm Ufer vor dem Übergang zum Kraut auf 2m tiefe, besser als nichts. 2 Hände Pellets und eine Hand Boilies sollten genügen. Nach einem lecker zubereiteten Abendessen mit meiner Freundin und einem schönen Sonnenuntergang geht es für uns ab ins Zelt.

 

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2:14 Uhr: Der Receiver reißt mich aus den Träumen. Leider nur eine Brasse die meinen Snowman geschnappt hatte. War wohl nix, also gute Nacht.

Die Nacht bleibt ruhig, bis wir um 9 von einem Schwan geweckt wurden, der es schafft durch beide Schnüre gleichzeitig zu schwimmen und auch noch Spaß daran zu haben scheint. Die Sonne steht wieder hoch oben und es ist brüllend warm. Ein befreundeter Angler kommt morgens vorbei und wir entscheiden uns zusammen zu moven. Ob das den erhofften Fisch bringt?

Eine schweißtreibende Angelegenheit bei dem Wetter aber wir malten uns am neuen Spot bessere Chancen aus, und wir sollten Recht behalten. Am Abend der 2. Nacht, um 18 Uhr, beginnen wir die Ruten raus zu rudern. Diese Stelle bietet so viele Hotspots, das man gar nicht weiß welche man nehmen soll. Ich entscheide mich für 2 zerschnittene Scopex Boilies und ein Pineapple Popup auf einer Kies Bank auf 150m und 2m Wassertiefe mit 2 Händen Scopex Boilies und einer Muschelbank auf 200m und 1,5m Tiefe welche ich mit 2 Händen Scopexboilies und einer Hand auffällig pinken Boilies befütterte, da ich aufgrund der Laichzeit irgendwie die Aufmerksamkeit auf mich ziehen muss. Dort lege ich einen Bananen Pop-up von Black Lable an einem Whity Pool Rig ab. Kaum wieder am Ufer läuft die erste Rute des Kollegen ab, ein schöner 34pf Schuppi. Nachdem alles neu rausgefahren ist genieße ich in den letzten Sonnenstrahlen meine Pizza. Pieeeeeeeeeeeeeeep! Meine Rute läuft ab. Nach einer viertel Stunde kann ich einen schönen 20pf Spiegler an dem Bananen Pop-up landen. Das Whity Pool Rig hat wieder saubere Arbeit geleistet. Ab in den Sack mit dem schönen Tier und die Rute neu rausfahren. Als wir endlich fertig sind geht es dann auch für uns in den Schlafsack.

5:30Uhr: Piep,piep,pieeeeeeeeeeeeep, die Sirens geben keine Ruhe! Dieselbe Rute läuft wieder ab. Ich springe ins Wasser zu meinen Ruten. Rute aufnehmen, Anschlag, sitzt! Puh, ein guter 30er wahrscheinlich. Doch dann eine Vibration in der Schnur und zack, eine Muschel hat dem Ganzen ein Ende bereitet. Nicht grade erfreulich, aber auch das gehört zum Karpfenangeln dazu.

moven_carphunter-blog

Nachdem wir den 20er fotografiert haben darf er wieder schwimmen. Makellos. 1. Session, 1. Karpfen, geil! Das moven hat sich tatsächlich gelohnt und all die Anstrengungen sind vergessen, denn der Fisch war Belohnung genug.

Euer Julian

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